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Report über die Konferenz “Green Economy – Ein neues Wirtschaftswunder?” des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) am 04 /05. September 2012 im Ewerk in Berlin.
Webseite: http://www.fona.de/de/14703
Seit einiger Zeit wird die Green Economy als Antwort auf die immer dringlicheren globalen Problemfelder wie schädlichem Klimawandel, Ressourcenknappheit, Bevölkerungswachstum usw. angeführt. Auf der „Konferenz der Vereinten Nationen über nachhaltige Entwicklung“ (Rio+20) im Juni diesen Jahres bekannten sich die rund 190 teilnehmenden Staaten zu dem vor allem durch die UNEP geprägten Modell der Green Economy. Die Idee, die hinter diesem Begriff steht, ist eine ökologisch nachhaltige Wirtschaftsform – eine Wirtschaftform, die jedoch nach wie vor auf Wachstum als treibende Kraft setzt- nur eben auf „grünes“ Wachstum. Ziel ist eine “deutliche Abkoppelung der Wirtschaft von Einflüssen auf die Umwelt”[1]. Durch die Green Economy soll “menschliches Wohlergehen gesteigert und soziale Gleichheit sichergestellt werden, während gleichzeitig Umweltrisiken und ökologische Knappheiten erheblich verringert werden”[2]. In diesem Sinne hofft die UNEP mit diesem Modell Ökonomie und Ökologie zu versöhnen, eine für alle gerechtere Weltwirtschaftsordnung zu schaffen und dabei auch noch die Armut zu bekämpfen. Kritiker sehen in diesem Ansatz nur einen weiteren Schritt der Merkantilisierung, diesmal der Natur.
Vor diesem Hintergrund war das erklärte Ziel der BMBF-Konferenz gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Gesellschaft Strategien für den beschleunigten Umbau der Wirtschaft hin zu einer nachhaltigen Green Economy zu erarbeiten. Die Ergebnisse der Konferenz sollen dazu dienen, Themen für das neue Forschungsprogramm “Green Economy” des BMBF zu formulieren. Am Ende der Konferenz sollte eine Transformationsagenda hin zu einer ökologischen Wirtschaftsform stehen, bzw. bestimmt werden, was eine solche beinhalten müsste.
Dabei galt es grundliegende Fragen zu klären: wie soll die Transformation ablaufen? Wer sind die wichtigen Akteure bei der Transformation? Welche Anreize können geschaffen werden, um den Prozess zu beschleunigen? Begriffe, die untrennlich mit dem “wie” in dieser Debatte verbunden sind, lauten: Effizienz, Suffizienz und Technologie. Dass es jedoch mehr bedarf, um dieser Aufgabe gerecht zu werden, steht außer Frage. Ottmar Edenhofer, stellvertretender Direktor und Chefökonom des Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, legte besonderes Gewicht auf die Rolle der Governance: “eine grüne Wachstumsstrategie muss ökologische Leitplanken setzen, die nicht überschritten werden dürfen”. Ohne die richtigen Rahmenbedingungen wird die Green Economy zu einem grünen Paradoxon werden, so Edenhofer. Globale Allgemeingüter wie die Atmosphäre dürften nicht länger kostenlose als Mülldeponie genutzt werde, da sie die Grundlage für das Weltgemeinwohl darstellen. Dieser Tatsache muss die Green Economy Rechnung tragen, wenn sie die erklärten Ziele erreichen soll, argumentierte Edenhofer. Auch Angelika Zahrnt, Ehrenvorsitzende des BUND, wies auf die wichtige Stellung politischer Steuerung hin, indem sie die Diskrepanz zwischen Ökologie und Ökonomie aufzeigte: “ökologische Grenzen müssen eingehalten werden, auch wenn das auf Kosten von Wirtschaftswachstums passiere”, forderte Zahnt. Momentan sei die Wirtschaft jedoch zu mächtig und hindere die Politik daran, diese Grenzen durchzusetzen.
Auch Begriffe wie Gerechtigkeit, Solidarität und Verteilung wurden angesprochen und über deren Bedeutung im Kontext globaler Lösungsansätze diskutiert. Konsens war, dass nur in einer gerechten und auf Solidarität und Kooperation aufbauende Weltwirtschaft ökologisch verträgliches Wachstum und somit Wohlstand geschaffen werden kann. Wie jedoch ein global gültiger Gerechtigkeitsbegriff lautet, z.B. im Hinblick auf die Klimadebatte, steht nach wie vor zur Diskussion. An diesen Stellen wird schnell die Größe solcher Begriffe wie Klima- oder Verteilungsgerechtigkeit mit all ihren Implikationen deutlich, ebenso wie die Schwierigkeit, für diese Konzepte eine global gültige und für alle Parteien akzeptable Definition zu finden.
Die zentralen Fragen um die sich die Diskussionen auf der Konferenz immer wieder drehten waren: wie sieht grünes Wachstum aus und wie kommen wir dort hin? Braucht eine grüne Zukunft Wachstum oder nicht und können wir uns eine Weltwirtschaft mit stetigem Wachstum überhaupt erlauben? Auch wenn einige Teilnehmer der Konferenz die Wachstumslogik bereits als unrealistisch abschrieben blieb offen, ob eine Green Economy ohne Wachstum überhaupt möglich ist. Edenhofer stellte die Frage, ob Wirtschaftswachstum in Zukunft zum einen überhaupt möglich und zum anderen erwünscht sei. Nach Edenhofers Meinung ist Wachstum auch in Zukunft durchaus realisierbar; besonders bei der Beantwortung der Frage, ob Wachstum überhaupt erwünscht sei, verwies er auf die globalen Unterschiede zwischen bereits wirtschaftlich hoch entwickelten und sich noch entwickelnder Staaten: “in manchen Regionen der Erde müsse es einfach starkes Wachstum geben, daran führe kein Weg vorbei”, so Edenhofer. Ob in unserer Gesellschaft eine Wirtschaftsform denkbar ist, die ohne Wachstum als treibende Kraft auskomme, ist eine andere Frage und hänge am Ende davon ab, wie wir in dieser Gesellschaft leben wollen.
Das ist schlussendlich sowieso die entscheidende Frage, wenn es um die Gestaltung unserer Zukunft geht: wo wollen wir hin, wie wollen wir leben? Denn was allen Beteiligten klar ist: dass es sich diesmal nicht nur um eine Veränderung der einzelnen Komponenten des bestehenden Systems handeln kann; dass die Probleme und Aufgaben zu groß sind, um wie gehabt weiter zu machen und sich nebenher mit Lösungsansätzen zu beschäftigen. Business as usual ist keine Option! Nur ein grundlegende Transformation unsere Gesellschaft mit all ihren Teilkomponenten kann den großen Aufgaben unserer Zeit gewachsen sein.
Miron Thylmann,
Orgateam
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Liebe Generation Nachhaltigkeit,
Vom 12.-18.August 2012 kommen 80 junge Erwachsene und Preisträger des Right Livelihood Awards (“Alternativer Nobelpreis”) in Mannheim/Heidelberg zusammen, um gemeinsam ihre Visionen in Aktionen umzusetzen.
Die „Visionaries in
Action“ Konferenz hat das Ziel, Menschen zu vernetzen, die sich für einen gesellschaftlichen Wandel engagieren – sei es in den Bereichen Frieden, Umwelt, Klima, Ernährung, Menschenrechte,… Ihr könnt mit eigenen Projekt(ideen) kommen, diese diskutieren, weiterentwickeln, bekannter machen, ihr könnt aber auch teilnehmen und euch von anderen Projekten inspirieren lassen oder euch diesen anschließen.
Auf unserer Homepage www.visionariesinaction.org könnt ihr euch weiter informieren und anmelden! (ACHTUNG: Der Anmeldeschluss war gestern, wurde aber um ein paar Tage verlängert – seid schnell!)
Wir freuen uns auf euch!
Im Namen des Orga-Teams, Theresa
P.S. Ladet gerne alle Freunde, Bekannten, Interessierte ein!!!!
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Vor wenigen Wochen erreichte uns eine Einladung, an dem sogenannten B4E-Summit (Business for the Environment) in Berlin als studentische Beobachter teilzunehmen. Diese Chance wollten wir uns nicht nehmen lassen, auch einmal einen Blick auf das Thema Nachhaltigkeit aus einer anderen Perspektive zu erhalten, in die man sonst nur wenig Einblicke hat.
Webseite unter: http://www.b4esummit.com
Der Summit stand unter der Überschrift: Collaborate, Innovate, Act – Delivering the Green Economy. Grundidee der Konferenz war es, Handlungsempfehlungen aus der Wirtschaft an politische Entscheidungsträger zu formulieren, die in wenigen Wochen zu dem Rio+20 Gipfel fahren werden. Zu dem Summit waren auch Experten aus einigen Umweltorganisationen (z.B. WWF) und aus der Forschung eingeladen, um den Unternehmern beratend zur Seite zu stehen.
Am Dienstag und Mittwoch den 22.-23.05.2012 besuchten wir die Konferenz, die im Radialsystem und im Energieforum am Berliner Spreeufer tagte. Mit einer Truppe von ca. 10 Personen lauschten wir den Vorträgen und Podiumsdiskussionen und verteilten uns in die Workshops, die den restlichen Tag über zu verschiedenen Themen abgehalten wurden.
Nachdem in der ersten Plenarsitzung die Frage, wo die Wirtschaft 2050 sein sollte, mit dem Konzept der Green Economy beantwortet wurde, behandelten die folgenden Diskussionen eher das Grundkonzept der Green Economy, unter Anderem die Frage nach der Inwertsetzung von Naturkapital als eine der Grundideen für grünes Wachstum. Die Experten waren sich sicher: die Natur braucht einen (monetären) Wert! Nur so könne man die immer rasantere Zerstörung von elementar wichtigen Ökosystemen verhindern. Außerdem sei der Preis fossiler Brennstoffe nicht wirtschaftlich vergleichbar mit dem erneuerbarer Energieträger, da nach wie vor die externen Kosten fossiler Brennstoffe nicht in dem tatsächlichen Preis einbezogen werden (Internalisierung). Im Zuge dieser Themen wurde die Rolle der Unternehmen, der Regierungen und der Zivilgesellschaft erörtert. Als abschließender Grundtonus einigten sich die Redner darauf, das nur durch eine Zusammenarbeit von Regierungen und Wirtschaft die Ziele einer grünen, nachhaltigen Wirtschaft erzielt werden können.
“It’s not about achieving less, it’s about achieving more with less”
(Samuel Di Piazza, Co-chair, Vision 2050 Project, Vice Chairman, ICG, Citigroup)
In den anschließenden Workshops, die unter dem Überthema Changing Pace, a business and policy roadmap to 2050 stattfanden, wurden Themen wie “Urban infrastructure”, “Food security & sustainabile agriculture”, “sustainabile energy access for all” etc. behandelt. In diesen wurden jeweils drei konkrete Empfehlungen zu den jeweiligen Themen für politische Entscheidungsträger erarbeitet, die im Anschluss der Konferenz publik gemacht werden.
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Der zweite Tag startete direkt mit Workshops, die unter der Überschrift Collaborate, Innovate, Act angelegt waren. In diesem Abschnitt der Workshops wurden Themen wie “Global principles for greener products & purchasing”, “Valuing natural capital”, “Sustainable energy access for all” und andere behandelt. Auch hier stand wieder die Ausarbeitung von drei Handlungsempfehlungen für Rio+20 im Vordergrund.
Besonders in Bezug auf die Inwertsetzung von Naturkapital wurde schnell deutlich: egal wir, etwas muss passieren, um der rasanten Zerstörung von Naturräumen und anderem natürlichen Kapital entgegenzuwirken. Kaum verwunderlich, dass die Unternehmen hier den Ansatz der Ökonomisierung der Natur bevorzugten. Dabei wurde immer wieder hervorgehoben, dass ohne einer monetäre Bewertung der Natur die Gefahr bestehe, dass damit unfreiwillig der fiktive Preis auf null gesetzt werde. “Kein Preis ist auch ein Preis”, so Philippe Jouberg, Senior Advisor des WBCSD (World Business Council for Sustainable Development). Ein Business as usual sei de fakto nicht mehr möglich, da dieser entwicklungspfad mit Sicherheit in eine katastrophale Zukunft führe.
“If you don’t price natural capital, you might unwillingly price it as cero”
(Pavan Sukhdev, Study Leader, The Economics of Ecosystems and Biodiversity)
Zusammengefasst lässt sich das Ergebnis der diskutierte Positionen wie folgt: die Politik muss die Rahmenbedingungen und Regeln schaffen, damit die Sicherheit und Stabilität für den privaten Sektor gegeben ist, um in nachhaltige Lösungsansätze in verschiedenen Teilen der Erde zu investieren. Nur so lassen sich nachhaltige Strategien effizient verfolgen. Ob dies der einzige Lösungsweg ist, und wie sich dieser konkret umsetzten lasse, blieb ersteimal unbeantwortet.
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Alles in einem war der Summit ein durchaus interessanter Einblick in eine Welt, in die man gerade als angehender Wissenschaftler doch sehr selten Zutritt erhält. Auch wenn uns die Konferenz inhaltlich nicht wirklich neues vermitteln konnte, so war der Einblick in diese Perspektive, die rein ökonomische Perspektive von Unternehmern, doch eine bereichernde Sache. Nicht zuletzt das ganze Drumherum, die Atmosphäre, der doch recht lockere Umgangston trotz Business-Suit, das Networken, stellten eine neue Erfahrung für uns dar. Und schließlich muss man ja auch die andere Seite kennen, wenn man globale Probleme wirklich lösen will.
Das HSK-Team
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Liebe TeilnehmerInnen der HSK, liebe Freunde der Nachhaltigkeit!
Viele von euch waren dabei und erinnern sich sicher noch gut: Im Dezember 2011 hatte zum zweiten Mal die Studierendenkonferenz „Generation Nachhaltigkeit“ unter dem Motto „Wann, wenn nicht wir?“ stattgefunden. Ungefähr 100 Studierende diverser Fachrichtungen aus ganz Deutschland waren für drei Tage zusammengekommen, um über die großen Fragestellungen der Nachhaltigkeit zu debattieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Sechs ReferentInnen aus der Wissenschaft und Praxis gaben in ihren Input-Vorträgen Anregungen dazu. In fünf thematischen Workshops zu den Bereichen Energie, Mobilität, Ernährung, Stadt und Nachhaltigkeit im Alltag konnten die Teilnehmenden tiefer in die Materie einsteigen, Fragestellungen entwickeln und über Lösungsansätze diskutieren.
Als Orgateam sind wir froh, dass die Konferenz so erfolgreich verlaufen ist. Die vielen motivierten TeilnehmerInnen, die lebhften Diskussionen und die tolle Atmoshphäre werden uns noch lange in Erinnerung bleiben. Und wir haben uns über das rege und vielfach sehr positive Feedback gefreut, aber auch über die Kritik und die vielen konstruktiven Vebesserungsvorschläge und Anregungen für die nächste Konferenz.
Nun haben wir uns viele Stunden hingesetzt, um die Konferenzgeschehnisse zu dokumentieren, das Feedback auszuwerten, über die Konferenzergebnisse zu reflektieren und das alles in einem Konferenzbericht zusammenzufassen. Wir freuen uns, euch mitzuteilen, dass ihr den fertigen Tagungsband über den folgenden Link abrufen und downloaden könnt:
http://hsk-nachhaltigkeit.hu-berlin.de/
Darin findet ihr Informationen zum Aufbau und Ablauf der Konferenz, eine Dokumentation der Vorträge und Diskussionen und Ergebnisse der zweitägigen Workshops.
Scheut euch nicht, den Link auch an Freunde, Verwandte, Bekannte, Professoren, Kommilitonen usw. weiterzugeben. Wir freuen uns über viele LeserInnen und euer Feedback!
Nach der Fertigstellung des Tagungsbandes geht es nun in die nächste Runde! Vergange Woche haben sich schon einige getroffen, die Interesse haben, eine dritte Konferenz zu organisieren! Wann, wie und wo es weitergehen wird, erfahrt ihr bald! Wer selbst Interesse hat, uns bei der Konferenzorganisation zu unterstützen, der kann sich gern über hsk-nachhaltigkeit@hu-berlin.de mit uns in Verbindung setzen!
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Hallo Welt,
zwei Monate nach unserer studentischen Konferenz „Generation Nachhaltigkeit – Wann, wenn nicht wir?“ wollen wir als Orga-Team den neuen Stand der Dinge durchgeben.
Obwohl es in den letzten Wochen auch für uns etwas ruhiger geworden ist, ist die Arbeit nicht stehen geblieben! Die zahlreichen Feedback-Bögen sind so gut wie ausgewertet und wir freuen uns, dass wir für euch alle eine so positive und bereichernde Veranstaltung organisieren konnten.
Derzeit sind wir dabei, einen Leitfaden für das nächste Konferenz-Orga-Team zu erstellen. Wer Interesse hat, eine ähnliche Konferenz bei sich auszurichten, kann sich gerne mit uns in Verbindung setzen – wir freuen uns, wenn wir unsere Erfahrungen weitergeben können!
Auch arbeiten wir an einem Tagungsband, der in der Reihe „Geographische Arbeitsberichte“ der HU Berlin erscheinen wird – darin werden Zusammenfassungen der Workshops und Vorträge sowie Tipps & Tricks und ein Fazit des Orga-Teams zu finden sein.
Zusätzlich trifft sich regelmäßig ein kleines Grüppchen, um über die Zukunft des Orga-Kreises zu sprechen. Auch jenseits von einer neuen Konferenz wollen wir Ideen und Anliegen der „Generation Nachhaltigkeit“ bündeln und weitertragen. Wie wir uns dabei organisieren werden, werden wir hier demnächst mitteilen.
Schön ist es, zu beobachten, dass sich die „Generation Nachhaltigkeit“ in allen Teilen der Welt immer wieder zu Wort meldet. So hat beispielsweise die Jugenddelegierte Anjali Appadurai vor der UN-Klimakonferenz in Durban (Zeitgleich zu unserer Konferenz!) einen sehr deutlichen Appell an die Entscheidungsträger formuliert: http://www.youtube.com/watch?v=Ko3e6G_7GY4.
Wer weiteres von der „Generation Nachhaltigkeit“ hört, was er oder sie an die anderen KonferenzteilnehmerInnen und sonstige Interessierte weitergeben will (Konferenzen, Veröffentlichungen, Redebeiträge etc.), kann sich gerne jederzeit bei uns melden (hsk-nachhaltigkeit@hu-berlin.de) – wie werden die Infos dann über unseren Blog verbreiten!
Soweit von uns. Wir freuen uns, von euch zu hören!
Das Orga-Team
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Verschlagwortet mit Generation, hsk, Konferenz, Konferenzleitfaden, Nachhaltigkeit, Tagungsband
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Verschlagwortet mit Generation Nachhaltigkeit, HU-Berlin, Impressionen
Es war toll, es war anstrengend, es war produktiv. Wir haben viel geredet, gearbeitet, zugehört und diskutiert. Hoffentlich hattet ihr genau so viel Spaß wie wir. Wir würden uns freuen euch auch im nächsten Jahr zur 3. Studentischen Konferenz begrüßen zu können. Bis dahin wünschen wir euch frohe Weihnachten und ein tolles Jahr 2012.
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Mein Name ist Christoph Lambio (cl), ich bin 22 Jahr alt, komme usprünglich aus Köln und studiere Geographie in Berlin.Warum berichte ich hier? Weil ich das Thema Nachhaltigkeit, Umweltschutz und “bewusst leben” sehr aktuelle und wichtige Themen finde. Als Studentreporter auf so einer Konferenz teil zu nehmen bietet die Möglichkeit die Konferenz ganzheitlich zu erfassen und mit anderen Augen zu sehen.
Indra Jungblut (IJ) hat Soziogie studiert und arbeitet in der Chefredaktion der gemeinnützigen Stiftungsgesellschaft RESET mit der Interplattform für Nachhaltigkeit http://reset.to. Ich blogge für die Konferenz, weil ich die Ideenfindungsprozesse für eine zukunftsfähige Entwicklung auf allen Ebenen unterstüzen möchte. Mein Bezugspunkt ist vor allem die Frage, wie sich Städte mit kreativen, partizipativen Ansätzen zukunftsfähiger gestalten lassen.
Ich bin André Kovac (ak), 24 Jahre alt, komme aus München und studiere Cognitive Science in Osnabrück. Erneuerbare Energien, Peak Oil und die Grenzen des Wachstums sind Themen, die mich sehr beschäftigen, jedoch in meinem Studium nicht behandelt werden. Als Reporter auf der Nachhaltigkeitskonferenz kann ich meine Leidenschaft fürs Schreiben mit diesen Interessen verknüpfen.
Und als letzte im Bunde schreibt hier Laura Verbeek (lv). Ich habe in Bremen Meeresbiologie studiert und dann als Master Marine Biodiversität und Naturschutz kreuz und quer in Europa. Meine Verbindungen zur Konferenz und zur Nachhaltigkeit sind in umgekehrter Reihenfolge mein Studium, bei dem Nachhaligkeit eines der ständig auftauchenden Themen war, ein persönlicher Hang zu Interdisziplinarität und der Wunsch, über den Tellerrand zu blicken. Und Schreiben ist immer toll.
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Die Arbeitsgruppe zum Thema Nachhaltigkeit im Alltag hat in den letzten Tagen hauptsächlich theoretisch an verschiedenen Ansätzen gearbeitet. Grob unterteilt wurde die Arbeit in die Mikro- (Was kann ich tun? Wie hole ich mein soziales Umfeld mit ins Boot?) und die Makro-Perspektive (Top-down oder bottom-up?).
Für die Mikro-Perspektive wurde in Betracht gezogen, dass es verschieden motivierte (motiviert vs. resigniert) bzw. interessierte (“nur” uninformiert oder desinteressiert) Bevölkerungsgruppen gibt, die jeweils auf verschiedene Arten angesprochen werden sollten. Genauer betrachtet wurden hierzu jeweils vier Unterkategorien, nämlich “Wohnen”, “Mobilität”, “Ernährung” und “Konsum”. Je nach Personengruppe waren dann Ansatzpunkte etwa die Kostenersparnis durch effektiveres Heizen oder Aufklärungsmaßnahmen über eine gesündere Ernährung.
In der Betrachtung der Makro-Sichtweise fand die Gruppe, dass eine suffiziente Lebensweise am nachhaltigsten wäre und einher ginge mit einem Wandel sowohl der Wirtschaft als auch der Gesllschaft, bei letzterer hin zu einer höheren Wertung von geistigen als materiellen Werten. Um diese Gesellschaft zu erreichen, so das Workshop-Ergebnis, bedarf es sowohl kultureller als auch politischer Anstrengungen, die Hand in Hand gehen müssten. Vorbilder seien kollektive Entrepreneurships, wie etwa das schon früher erwähnte Unternehmen PREMIUM-Cola.
Unter den Top-Down Maßnahmen wurden besonders proaktive Maßnahmen der Politik hervorgehoben, namentlich marktbasierte Anreize, ordnungsrechtliche Maßnahmen und eine Stärkung der Bereiche Information und Bildung.
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